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Chef-Veterinär Dr. Henning Froehner verabschiedet sich in den Ruhestand
Am 27. August 2007 betritt Dr. Henning Froehner sein Dienstzimmer zum vorerst letzten Mal - der Leiter des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelaufsicht wechselt per Altersteilzeit in den Ruhestand.
Der 63-jährige Leitende Kreisveterinärdirektor begann seine Karriere beim Kreis Pinneberg am 01.01.1978 als stellvertretender Leiter der Veterinäramtes. Hier war er als Amtstierarzt zunächst für die Lebensmittelüberwachung zuständig. 1995 wurde Dr. Froehner zum Leiter des neu gebildeten Fachdienstes "Veterinär- und Lebensmittelaufsicht" bestellt.
"Dr. Froehner trug durch seine Tätigkeit große Verantwortung für die Gesundheit der Menschen und Tiere im Kreis Pinneberg," würdigte Landrat Dr. Grimme den Amtsveterinär. "Für ihn war und ist der menschenwürdige Umgang mit Tieren genau so wichtig wie die Sorge um gesunde Lebensmittel. Beide Herausforderungen meisterte Dr. Froehner mit Umsicht und Rücksichtnahme," so Dr. Grimme weiter. Schließlich beaufsichtigte Dr. Froehner zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe mit Schwerpunkten in der Rinder- und Pferdezucht. Namhafte Fleischwarenhersteller und Fleischhandwerksbetriebe sind im Kreis Pinneberg ansässig. Der Holsteiner Pferdezuchtverband, die Besamungsstation, Backwaren- und Süßwarenhersteller gehörten genauso zu seinen Kunden wie Lebensmittelgroßhändler und die Insel Helgoland.
Zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hatte Dr. Froehner stets ein kollegiales und vertrauensvolles Verhältnis. Gemeinsam mit ihnen bekämpfte er zahlreiche Tierseuchen, stellte die erste Botulismus-Epidemie bei Enten und Wildvögeln in der Marsch fest und behandelte Deichschafherden gegen die Madenkrankheit. Darüber hinaus bewältigte er mit seinem Team viele kleine und große "Lebensmittelskandale" wie Glykol im Wein, Gammelfleisch, Dioxine im Tierfutter und in Lebensmitteln.
In den vergangenen Jahren musste er sich zwangsläufig der Vogelgrippe, der Maul- und Klauenseuche und der Schweinepest widmen. Ein Tierseuchenkrisenzentrum wurde von ihm konzipiert und betrieben.
Da die Veterinärverwaltung zunehmend durch europäisches Recht geprägt wurde, richtete Dr. Froehner seinen Fachdiensten nach den Erfordernissen der EU aus. Das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der täglichen Arbeit und insbesondere in Krisensituationen hebt Dr. Froehner besonders hervor: "Nur mit ihnen konnten wir die vielfältigen Aufgaben unseres Fachdienstes bewältigen."
Dr. Henning Froehner stammt aus einer Amtstierarzt-Familie, die von preußischer Tradition geprägt war. So war sein Weg nach dem Schulbesuch in Hannover bereits vorgezeichnet. Nach 2 Jahren freiwilligem Dienst bei der Bundeswehr begann er 1968 ein Studium der Veterinärmedizin in Hannover, das er mit seinem Examen im September 1973 abschloss. Bereits in dieser Zeit arbeitetet Dr. Froehner in einer angesehenen Pferdepraxis in Nordrhein-Westfalen. Seine Dissertation (Dr. med. vet.) fertigte er über ein technologisches Problem bei der Fleischwarenherstellung an. 1977 schloss er seine Fachtierarzt-Ausbildung für Lebensmittelhygiene ab. Im anschließenden Referendariat nahm er verschiedene Stellen in Niedersachsen an (Amtstierarzt Hannover, Veterinäramt Bersenbrück, Veterinäruntersuchungsamt Hannover, Regierungspräsidium Hannover) und erlangte anschließend das amtstierärztliche Examen.
Während seiner langjährigen Tätigkeit beim Kreis Pinneberg nahm er zahlreiche Aufgaben bei der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft an und erhielt darüber hinaus 1991 die Zulassung für die Weiterbildung von Fachtierärzten in der Lebensmittelhygiene.
1985 berief man ihn erstmals als Mitglied im Prüfungsausschuss für Lebensmittelkontrolleure in Schleswig-Holstein. Diese Aufgabe nahm Dr. Froehner bis zum Ende seiner Amtszeit wahr. In dieser Zeit fiel auch die erfolgreiche Ausbildung von sieben Lebensmittelkontrolleuren bei der Kreisverwaltung.
Dr. Froehner, der seit 1973 verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, liebt Spaziergänge mit seiner Frau und ihrem Bordercollie Nell an den Stränden von St. Peter Ording oder in den Alpen. Sein liebstes Urlaubsziel ist der Norden Italiens mit all seinen kulinarischen Genüssen und der schönen Natur. Für die Zukunft will Dr. Froehner häufiger ins Theater, in Konzerte und Oper- und Ballettaufführungen gehen. Seine "erste Urlaubsreise" wird ihn in die Masuren führen.
Der Kreis Pinneberg bedankt sich bei Dr. Henning Froehner für seine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit für die Menschen und die Tiere im Kreis Pinneberg und wünscht ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute.
V.i.S.d.P.
Pressesprecher